23.02.2008 - Das sind alles "ganz böse" KommunistenDie CSU ist immer wieder für einen Lacher gut. Kaum geht es mit der eigenen Politik bergab, wird der kalte Krieg wieder ausgepackt, und alle, die eine "linke Idee" haben zu ganz bösen Kommunisten abgestempelt, die ja nur darauf aus sind, ein totalitäres System in Deutschland zu etablieren.
Klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber keiner, wie man auf Spiegel Online nachlesen kann. So lautet jedenfalls die Aussage von CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer, die so richtig den Holzhammer auspackt und mit uralten Klischees um sich wirft, als hätte es die letzten 18 Jahre nicht gegeben. Grund dafür ist, dass die hessische SPD es doch in Erwägung zieht, mit der PDS zu koalieren. Eigentlich der logioischere Schritt, denn als einzige Alternative gilt nunmal die FDP, und die will nunmal genau das Gegenteil von dem, was die SPD will. Wer sozialere Politik machen will, kann nunmal nicht mit einer Partei zusammen regieren, die sich dafür einsetzt, "das Recht des Stärkeren" in unserer Gesellschaft geltend zu machen, nach dem Motto "Wenn jeder an sich selbst denkt, dann wurde ja an alle gedacht." Vor den Wahlen hat die SPD versprochen, nicht mit den Linken zu Koalieren, was Christine Haderthauer nicht zu unrecht als gebrochenes Wahlversprechen deklariert. Aber an sich braucht die CSU niemanden anschwärzen, denn wenn es einen Meister der Wahllügen gibt, dann ist es doch der Sektor der Christdemokraten (ich möchte mal an Herrn Stoiber und seine Märchen mit dem 12-Jahres Abitur erinnern, ganz zu schweigen von einem Herrn Kohl, der bis heute nix über die massigen "Spendegelder" erzählen möchte. Oder die große Ankündugung, die Wiedervereinigung würde uns nichts kosten... usw) Auch sind Steuerhinterziehung und solche "Kavaliersdelikte" hochrangiger Volks und WIrtschaftsvertreter nix im Verlgeich mit einer vorher geleugneten Koalitionsabsicht. Sorry, aber das passiert bei so ziemlich jeder Wahl imemr wieder, und nun tut die CSU Vertreterin im Interview so, als ob das ja sooo ein großes Verbrechen wäre. Warum linke Parteien für eine Demokratie unentbehrlich sind, auch wenn man sie selbst nicht mag. Ich bin nicht unbedingt der größte Freund der PDS/Linken, aber klar ist, das Deutschland eine Partei braucht, die das Gleichgewicht wieder herstellt. Mitte-Rechts und Ultra-Konservativ sind schließlich mit CDU und CSU ordentlich vertreten. Diese "Fraktion" sorgt zusammen mit der FDP dafür, das die wirtschaftlichen Interessen gewahrt, und vor allem über dem Volksinteresse auf sozialer Basis stehen. Die SPD kann sich mit Ach und Krach genau in der Mitte einordnen, denn trotz des roten Banners ist die SPD keineswegs eine sozial denkende Partei... nix mit rot, eher "altrosa". Tatsächlich macht die SPD nämlich schon seit Jahrzehnten eine sehr ähnliche Politik wie die CDU, nur das diese Art von Politik von den Christdemokraten deutlich besser umgesetzt wird. Wollte ich also eine solche Politik, würde ich eher CDU wählen, als SPD. Auf die FDP und ihr ultra-egoistisches, neoliberalres Denksystem bin ich ja bereits eingegangen. Die Grünen haben sich in den letzten 10 Jahren immer weiter von ihren früheren Idealen entfernt und sind nun fast auf der selben Schiene der FDP.... Wen zur Hölle soll man denn da bitte wählen? Keinen (also ungültig wählen bzw 5 Kreuze auf sienen Schein machen) ? Wäre sinnvoll, wenn sich mehr Leute daran beteiligen würden, denn ungültige Stimmen werden ebenfalls gezählt (sie werden nicht verrechnet!) und könnten repräsentativ für alle sein, die mit keiner Partei zufrieden sind. Auf der praktischen Seite funktioniert das nicht, weil viele Leute "ungültig wählen" mit "nichtwählen" gleichsetzen, und somit meinen, ihre Stimme würde prozentual verrechnet. Ist natürlich Quatsch, ungültige Stimmen werden getrennt gezählt, aber aufgrund der Gegebenheiten ist es nunmal konstruktiver, eine Partei zu wählen und damit zumindest die Tendenzen zu beeinflussen. Der Punkt ist einfach folgender. Der Feind meines Feindes ist mein Freund, und wennn ich keinen von den allen alleine dranhaben will, ist die einzige alternatve, zu versuchen, "das beste von allem" zu bekommen. Ist das nicht eigentlich auch der SInn der Demokratie? Hmm, kann man sich drüber streiten, denn Kompromisse sind nur selten befriedigende Lösungen, egal für wen... aber das führt jetzt zu weit. Die PDS/Linke ist die einzige deutsche Partei, die man auch wirklich dem linken Sektor zuschreiben kann. Sie hat weder übermäßig viel Einfluss noch großen Zulauf (ok, im Osten gibts deutlich stärkere Tendenzen, vor allem auf Landesebene), und somit ist der Ausgleich zu unserem stark Mitte-Rechts lagernden System sehr gering. Wäre die deutsche Demokratie also eine WIppschaukel auf einem Spielplatz, so wäre das Gleichgewicht keinesfalls gegeben, vielmehr würde alles nach rechts einsacken. Das ist in anderen Ländern keinesfalls so, denn egal wo man hinschaut, ob Italien, Franktreich Spanien usw, es gibt überall respektierte, demokratische linke Parteien, die ihren Teil zur Politik beitragen, ohne gleich als Kommunisten verschrien zu werden. Das Gleichgewicht der Demokratie In Deutschland ist die Politik aber keineswegs soweit, denn zum Stimmenfang werden immer wieder die alten Schreckgespenste der DDR aus der Flasche gelassen. Nein, keiner will wirklich die DDR zurück, nicht mal die Leute on der PDS/Linken. Es gibt immer Idioten, die ü+ber die Stränge schlagen, aber diese Partei ist eine zugelassene deutsche Partei, die nach unserem Grundgesetz das Recht hat, die Menschen zu vertreten, und offensichtlich die 5% Hürde immer wieder nimmt. Dementsprechend sind sie die Vertreter eines nicht zu unterschätzenden Anteils deutscher Wähler. Wenn eine Partei wie die CSU oder sogar die REP zugelassen ist (und das sollte man sich mal mit dem politischen Portfolio der Partei mal ganz genau überlegen), warum sollte die PDS/Linke da nicht mitregieren dürfen? Warum diese Augenwischerei mit den "bösen" Kommunismus? Einer völlig unzweifelhaft zugelassenen Partei, die nicht wie die rechte NPD und konsorten das Zwielicht demokratischer Rechte nutz, sondern offensichtlich in den letzten 18 Jahren einen starken Wandel von der SED-Vergangenheit hinter sich gebracht hat, vorzuwerfen, sie wolle deutschland in eine totalität gesteuerte Nation verwandeln, ist absurd! Frau Christine Haderthauer mögen linke ideen nicht gefallen. Vielleicht kennt sie einach niemanden, der durch das soziale System gefallen ist. Offensichtlich wissen viele Politiker (aller Parteien) nicht mal, wei teuer ein Stück Butter wirklich ist, oder was es heißt, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und eine Familie mit 2000 Euro durchzubekommen. ABER, Christine Haderthauer sollte akzeptieren, dass sie sich ebenfalls der Demokratie beugen muss! Vielleicht sollte man manche Politiker einfach mal dran erinnern, dass sie nicht "die Vordenker der Nation" sind, sondern "VOLKSVERTRETER", die im Namen der Nation sprechen und handeln sollen. Wenn also ein bestimmter Anteil deutscher eine linke, und ganz offensichtlich demokratische Partei wählt, dann ist das der Wille des Volkes.... Geschieht dies nicht, so sind wir doch auch nicht all zu weit von dem totalitären System enfernt, vor dem sie uns warnen will. Anstelle der Doktrin "Es kommt aufn Tisch, was wir bestimmen "wäre es blos ein "Ihr bestimmt, was aufn Tisch kommt, aber wenns uns nicht schmeckt, bekommt keiner was davon" Seh da keinen großen Unterschied. Um Kommentare zu schreiben, musst du dich zuerst anmelden.
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24.02.2008 - 10:26 Uhr Feyo